Novalisritt 15.05.2014

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Frühromantiker Friedrich Freiherr von Hardenberg (*2. Mai 1772 -  †25. März 1801) mit dem Künstlernamen „Novalis“ ist im Jahre 1795 mehrfach zu seiner 14 jährigen Geliebten, „Sophie von Kühn“ (*17. März 1782 - † 19. März 1797) auf das Schloss nach Grüningen geritten.

Der 15. Novalisritt, von Bad Tennstedt nach Grüningen, erfolgte dieses Mal am Ende in ganz anderer Aufmachung.
Die 15 Pferde samt Reiter absolvierten die knapp 18 km ohne Probleme.
Kurzer Halt waren das Friedrich von Hardenberg Gymnasium und die Seniorenresidenz „Am Waidhof“ in Greußen, ehe es nach Grüningen zum Schloss von 1772 weiter ging.

Hier wurde die Reiterschar von einem Quartett von Instrumentalisten, ein Cello, zwei Geigen und eine Klarinette, empfangen.

In der Willkommensrede von Heimleiterin Gudrun Knoch erfuhren die Gäste das neu aufgelegte Programm, den Friedrich Freiherr von Hardenberg, mit Künstlernamen Novalis, jetzt lebendig zu machen.

Novalisritt 15.05.2014

Novalisritt 15.05.2014 Fotos: P.Georgi

Zuvor wurden von Ihr, Herr Michael Pechmann, Mitglied des Novaliskuratoriums, der Bürgermeister Renè Hartnauer (SPD) und  die Herren Johannes Selle, MdB und Manfred Scherer, MdL, beide CDU), begrüßt.
Ein weiterer Ehrengast war Herrn Ullrich von Rockenthien. Er ist ein Vorfahre des Stiefvaters von der Sophie von Kühn.
Mit der Familie Beck zusammen ist es ein kleines Familientreffen der Grüninger Nachfahren.

Frau H.Bialkowski aus Artern, Sprachwissenschaftlerin für Novaliswerke, brachte dann eine Überraschung mit.
Sie hat vom Landratsamt 15 Tausend € bekommen, um eine Wegbeschilderung „Der Novalisweg“, von Bad Tennstedt bis nach Artern auszuschildern. Das ist die Route auf der Novalis oft unterwegs war.
Host Bier, Initiator des Rittes vor 15 Jahren, erklärte den Anwesenden, dass es doch schon bemerkenswert ist, das immer mehr Bürger durch ihr auf die Straße gehen, diese Aktion würdigen.

Friedrich (gespielt von Sebastian Hoffmann) und seine Geliebte Sophie (gespielt von Alexa Schütze) traten auf den Rasen und begrüßten die sehr zahlreichen Gäste auf dem Schlossvorplatz.
Sie luden die Gesellschaft ein, ihnen zu folgen.
Gemächlichem Schrittes ging es nun in den angrenzenden Schlosspark.
Hier waren durch das Gymnasium sechs Stationen aufgebaut an denen über 50 Schüler das Wirken von Novalis präsentierten.

Zuerst erfolgt ein Sologesang mit Gitarrenbegleitung. Dann ging es an eine Baumgruppe an der die verschiedensten Hymnen und Gedicht von Novalis aufgehängt waren. Eines wurde dann vorgetragen, in dem eigentümlichen Deutsch des Dichters. Die dritte Station zeigte: Kunst keine Frage des Alters!! Hier haben die Heimbewohner Kunstdrucke, Sprüche und andere Basteleien, bezogen auf den Novalis, ausgestellt.
An der vierten Station erfolgte nun ein Theaterstück in dem die Gymnasiasten die verschiedensten Liebesgedichte, vorspielten. 
Etwas von ihnen selbst umgeschrieben, wurde aufgezeigt, dass es auch damals, vor rund 217 Jahren, schon Liebeskummer, Neid auf die Freundin des Freundes und andere missgünstige Bestrebung im Leben gibt.
Verzauberungen von Personen und Handgreiflichkeiten wurden von den Laiendarstellern super in Szene gesetzt.

Begleitet vom Vogelgezwitscher und ohne jeglichen Zivilisationslärm waren das für alle neue Erfahrungen.
An der fünften Station wurden mit Klavierbegleitung Volkslieder gesungen und als letztes erfolgt der Auftritt einen Cheerleadergruppe auf dem grünen Rasen.
Nach gut anderthalb Stunden, luden Friedrich und Sophie zum Kaffee und Kuchen ein.

Novalisritt 15.05.2014 (2)

Novalisritt 15.05.2014 Fotos: P.Georgi

So breit wie das Schlossgebäude ist, so lang war die Tafel für alle Gäste vom Personal des Diakonie-Pflegeheimes, eingedeckt.
Reichlich Kuchen und Getränke wurden gereicht und so mancher Besucher saß mit seinen Lieben, die im Heim wohnen lange beisammen.

Herr Jürgen Ludwig, Schulleiter vom Gymnasium, äußerte mehrfach seine Hochachtung über die gelungenen Darbietungen, den Requisitenbau und der gefertigten Kostüme, seiner Schüler.

Das manchmal erkennbare Lampenfieber bei den Schülern hat sich ausgezahlt.
Besonderen Lob gab es auch von den Ehrengästen und Frau Knoch.

In der Grüninger Kirche hielt Herr Pechmann einen Vortrag über die hölzerne Madonnafigur.
Sie zeigt sich in einer anderen Darstellung wie sonst üblich.
Viel mehr seelische Leichtigkeit strahlt sie mit dem Kinde auf dem Arm aus.
Es ist anzunehmen, das Novalis im Schmerz des frühen Todes seiner Geliebten  1797, vielmals sich das Bildnis in der Kirche angesehen hat.
Sicher hat es ihm auch die Kraft gegeben, seine damaligen frühromantischen Schriften zu verfassen.

Ein besonderer Dank gilt noch einmal allen Beteiligten, Pferdehaltern samt Reitern, Stadt Greußen mit Bauhof, Personal der Diakonie und den Lehrern und Schüler des Gymnasiums.

(PG)

 

 

 

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